Die Gaststätte Vollenborn war über viele Jahrzehnte ein wichtiger Treffpunkt des Dorflebens. Hier kamen Einwohner und Gäste zusammen, feierten Familienfeste, Vereinsveranstaltungen und auch das Kirchweihfest. Damit war sie weit mehr als nur ein Ort der Bewirtung – sie war Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.
Zu den frühesten bekannten Betreibern zählen Albert und Anna Hille, die in den Jahren 1937/38 als Gastwirte mit einer Poststelle, in einem Adressbucheintrag verzeichnet sind. Es folgten Karl Probst, Emil Hornung (1955 bis 1968), Hanna Witte (1968 bis 1976), Wolfgang Hornung (1976 bis 1986) sowie ab 1986 H. J. Büttner und später Uta Büttner. Über viele Jahrzehnte hatte die Gaststätte damit verschiedene Betreiber und blieb ein fester Bestandteil des Dorflebens.
Ein bedeutender baulicher Einschnitt erfolgte 1960 mit dem Abriss des alten Saals. Erst zehn Jahre später entstand der neue Gaststättenanbau mit neuem Saal. Der Anbau wurde 1970 in erheblicher Eigenleistung der Vollenbörner Bevölkerung errichtet. Rund 2500 Arbeitsstunden wurde hierfür freiwillig geleistet – ein eindrucksvolles Zeichen des gemeinschaftlichen Zusammenhalts im Dorf.
