In der heutigen Oberdorfstraße 3 betrieb Josef Wittelsbach bis Mitte der 1970er Jahre eine kleine Dorfschmiede im Nebenerwerb. Nachdem er den Schmiedeberuf von 1936 bis 1939 in Niederorschel erlernt und den Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg überstanden hatte, fertigte und reparierte er vor allem landwirtschaftliche Werkzeuge. In den ersten Jahren gehörte auch das Beschlagen von Pferden zu seinen Aufgaben.
Im Gebäude Oberdorfstraße 9 befand sich die Schusterwerkstatt von Franz Glasbach. Wie schon sein Vater, fertigte und reparierte er Schuhe für die Einwohner Vollenborns. In einer Zeit, in der neues Schuhwerk kostbar war, gehörten Schuhreparaturen zum Alltag und machten den Beruf des Schusters für das Dorf unverzichtbar.
Mit der fortschreitenden Industrialisierung und dem Wandel der Lebensgewohnheiten verschwanden beide Handwerksberufe nach und nach aus dem Ortsbild.
Am Übergang zum Gässchen befindet sich heute ein Unterflurhydrant. Er markiert den Endpunkt der Steigleitung, die von der unterirdischen Löschwasserzisterne am Bornplatz bis in das Oberdorf führt.
