Das Rittergut Vollenborn blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück. Ursprünglich als Klostergut angelegt, befand es sich anschließend über Jahrhunderte im Besitz verschiedener Adelsfamilien. Bereits im 18. Jahrhundert entstand das heutige Inspektorenhaus und das Herrenhaus, das bis heute das Erscheinungsbild des Gutes prägt.
Im Laufe der Zeit wandelte sich die Nutzung des Gutes mehrfach grundlegend. Nach dem Übergang in bürgerlichen Besitz im 19. Jahrhundert verlor es zunehmend seine ursprüngliche Funktion. Im 20. Jahrhundert gelangte das Gelände in bürgerliche Hand und wurde während des Zweiten Weltkrieges als Samenzuchtbetrieb eingesetzt.
Ein besonders prägender Abschnitt begann in den 1950er Jahren:
Das Rittergut wurde zum Kinderheim umgebaut. Neben der Unterbringung entstand auf dem Gelände auch eine Schule, in der Heimkinder gemeinsam mit den Kindern aus dem Dorf unterrichtet wurden. Später wurde die Einrichtung als Hilfsschule weitergeführt. Mit der Schließung der Hilfsschule 1993 und des Kinder- und Jugendheims im Jahr 1998 endete die Nutzung.
In jüngerer Zeit wurde das Rittergut durch die Firma Kaufhold Bau GmbH umfassend saniert und zu neuem Leben erweckt. Heute beherbergt die historische Anlage moderne Wohnungen und verbindet damit auf besondere Art und Weise die Geschichte mit der Gegenwart.
